Polizei sucht den "Maulwurf"
Vor rund zwei Wochen bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Linksextremisten in Sachsen und Brandenburg soll es eine undichte Stelle bei den Ermittlern gegeben haben. Damals wurde die geplante Durchsuchung in einem Dresdner Haus kurzfristig abgesagt worden, da die Tatverdächtigen möglicherweise über die Polizeiaktion informiert worden seien, erklärte Lorenz Haase, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, am Mittwoch. Mit diesem Statement wurde ein entsprechender Bericht der "Sächsischen Zeitung" bestätigt.
Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Unbekannt wegen Verletzung von Dienstgeheimnissen aufgenommen, hieß es weiter. Der Sprecher wollte aber keine Aussagen darüber treffen, wo genau sich die undichte Stelle befinden könne. Denkbar sind undichte Stellen in verschiedenen Einheiten in unterschiedlichen Behörden. Nach Informationen der Sächsischen Zeitung suchen neben der Staatsanwaltschaft auch Beamte aus der Abteilung für politisch motivierte Kriminalität des Landeskriminalamtes nach dem möglichen "Maulwurf".
Am 12. April waren Polizei und Staatsanwaltschaft in Sachsen und Brandenburg gegen mutmaßliche Linksextremisten vorgegangen. 20 Wohnungen und Geschäftsräume in Dresden, Leipzig, Machern, Grimma, Niesky und in Senftenberg sowie Finsterwalde wurden von rund 400 Einsatzkräfte durchsucht. Dabei richteten sich die Razzien gegen 16 Männer und eine Frau aus dem politisch linken Bereich. Sie werden der Bildung einer kriminellen Vereinigung verdächtigt und sollen zudem gewaltsame Übergriffe auf Rechtsextreme verübt haben.
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