Streik im mitteldeutschen Einzelhandel
Am Freitag beteiligten sich mehr als 600 Beschäftigte im Einzelhandel in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt an einem Warnstreik. Nach Information des Sprechers der Gewerkschaft ver.di beteiligten sich allein in Leipzig 250 Mitarbeiter an dem Warnstreik. Nachdem dies ersten Gespräche erfolglos waren, trafen sich Gewerkschaftsvertreter und Arbeitgeber zu einer zweiten Verhandlungsrunde im aktuellen Tarifstreit. Aber auch die zweite Verhandlungsrunde ist nach den Angaben von ver.di ergebnislos abgebrochen worden. Nun ist für den 20. Juni der nächste Gesprächstermin angesetzt.
Betroffen waren von den Warnstreiks Einkaufs- und Drogeriemärkte in Magdeburg, Erfurt, Gera, Suhl und Dresden. Für die rund 256.000 Beschäftigten der Branche fordert die Gewerkschaft pauschal 65 Euro pro Monat und eine Lohnsteigerung von vier Prozent. Angestrebt werden soll jedoch eine Übernahme des Tarifabschlusses in Baden-Württemberg. Nach Angaben der Gewerkschaft und Arbeitgebern erhalten die 220.000 Beschäftigten in Baden-Württemberg ab Juni drei Prozent mehr Lohn und Gehalt. Im Juni 2012 wird dann eine weitere tarifliche Erhöhung von zwei Prozent wirksam. Zusätzlich wurde eine Einmalzahlung von 50 Euro vereinbart, die im April 2012 ausgezahlt wird. Nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon endeten die Verhandlungen am Freitagmorgen in Korntal-Münchingen. Das war bereits die sechste Verhandlungsrunde.
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